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Marcus Mann: „Der Punkteschnitt wird nicht reichen, um Meister zu werden“

Marcus Mann bei seiner ersten Pressekonferenz als Geschäftsführer Sport des FC Red Bull Salzburg. © Andreas Schaad – FC Red Bull Salzburg

Der neue Geschäftsführer Sport des FC Red Bull Salzburg wurde am Dreikönigstag vor dem Testspiel gegen den FC Bayern München offiziell vorgestellt. Das sind seine Ziele mit den „Bullen“:

Am vergangenen Samstag richtete Marcus Mann seine ersten Worte an die Mannschaft. Am Dienstag, vor dem Testspiel gegen den FC Bayern München, stellte er sich im Rahmen einer Pressekonferenz der Öffentlichkeit vor. Der 41-Jährige war gut gelaunt, machte aber auch die eine oder andere deutliche Ansage.

„Der FC Red Bull Salzburg ist ein ambitionierter Verein mit großen Zielen und einer super Akademie. Ich arbeite sehr gerne mit jungen Spielern zusammen“, sagte Mann einleitend. Die Gespräche mit CEO Stephan Reiter hätten ihn dazu bewogen, sich intensiv mit dem Klub auseinanderzusetzen. Mit der Zeit sei die Entscheidung gereift, dass er in Salzburg ein „tolles Projekt mitgestalten“ könne – wofür Mann hauptverantwortlich sein wird. Denn einen zusätzlichen Sportdirektor soll es in absehbarer Zeit in Salzburg nicht geben. „Wir sind gut ausgerichtet für die Zukunft“, sagte Reiter über die aktuelle Konstellation.

Mann unterschrieb einen langfristigen Vertrag bis 2030 und stellte klar, dass er bei den „Bullen“ antrete, um lange zu bleiben – auch wenn man im Fußball nie wisse, was passiert. „Ich hatte immer eine große Identifikation mit meinen Klubs. Ich habe die Überzeugung, dass das auch hier der Fall sein wird.“ Um etwas zu entwickeln, brauche es Zeit. Bei seiner letzten Station Hannover 96 war er viereinhalb Jahre tätig.

Mann: „Ich erwarte eine gewisse Arbeitsmoral“

Eines seiner Vorhaben: Bei den Profis so viele Akademiespieler wie möglich zu integrieren. Ein Spieler, dem der Sprung von Kooperationspartner FC Liefering zum FC Red Bull Salzburg zugetraut wird, ist Johannes Moser. Es hätte Überlegungen gegeben, den Kärntner, der in wenigen Tagen seinen 18. Geburtstag feiert, zu Salzburgs Trainingslager in der Türkei mitzunehmen. Der Offensivspieler ist aktuell jedoch angeschlagen. Mann versprach: „Wir haben ihn auf dem Schirm.“ Gleichzeitig könnte sich der Kader noch verkleinern, dieser sei dem Sportchef aktuell etwas zu groß. Lucas Gourna-Douath gilt als ein Abgangskandidat.

Der Deutsche sprach auch über Trainer Thomas Letsch, der in den vergangenen Wochen in die Kritik geriet. Mann versicherte: „Thomas Letsch ist unser Trainer, er hat unser Vertrauen und meine Unterstützung.“ Gleichzeitig hielt der Geschäftsführer Sport fest: „Uns muss bewusst sein, dass der Punkteschnitt, den wir im abgelaufenen Jahr hatten, nicht reichen wird, um Meister zu werden.“ Aktuell hält Letsch bei einem Bundesliga-Punkteschnitt von 1,88 (laut transfermarkt). In den letzten Monaten sei nicht alles schlecht, aber auch nicht alles gut gewesen. „Es gibt Punkte, wo wir uns verbessern können.“

Mann wird in den nächsten Monaten jedenfalls viel von den Spielern und dem Staff einfordern. „Ich erwarte eine gewisse Arbeitsmoral.“ Er habe viel Geduld, die sei jedoch auch endlich. Wenn es notwendig ist, könne er deutliche Worte finden. „Ab und zu kann ich auch ein Auge zudrücken“, schmunzelte Mann.

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