Fehlt dem ehemaligen Keeper des FC Red Bull Salzburg die nötige Lizenz für den Tormanntrainer-Posten? Das sagt der Klub:
Beim FC Red Bull Salzburg hat in diesem Sommer ein Kahlschlag stattgefunden. Vor allem im Staff sind einige neue Gesichter zu finden, allen voran Cheftrainer Danny Röhl. Auch der Tormanntrainer ist neu: Publikumsliebling Alexander Walke stieg von der Red Bull Akademie zu den Profis auf.
User des „Fanforum Wir san Soizburg“ merkten bereits im vergangenen Juni an, dass dem 43-Jährigen die nötige Tormanntrainer-Lizenz fehlt. Laut den Lizenzbestimmungen der Österreichischen Fußball-Bundesliga (ÖFBL) muss der Tormanntrainer der Kampfmannschaft über eine „gültige UEFA-Torwarttrainer-A-Lizenz“ verfügen. Dessen Aufgaben: Betreuung und Coaching der Tormänner, Durchführung des Trainings der Tormänner, sowie Teilnahme an den Spielen.
Wie aus der Datenbank des ÖFB hervorgeht, hat Walke aktuell jedoch lediglich eine UEFA-Torwarttrainer-B-Lizenz. Diese erwarb er demnach am 31. Oktober 2025.
Schattenmann Schartner
Spannend: Die Lizenzen der Tormanntrainer waren in der Vergangenheit bereits ein Thema beim FC Red Bull Salzburg. Im Herbst 2024 berichteten „Kronen Zeitung“ und „Salzburger Nachrichten“ über „Schattenmann“ David Schartner.
Der gebürtige Salzburger hatte damals als einziger im dreiköpfigen Tormanntrainer-Team, dem auch Eddie Gustafsson und Pedro Pereira angehörten, die nötige A-Lizenz besessen. Deshalb saß Schartner bei den Bundesliga-Spielen auf der Bank des FC Red Bull Salzburg. Das Aufwärmen und die Trainings sollen aber Gustafsson und Pereira, denen die A-Lizenz fehlte, übernommen haben. Schartner sei indes hauptsächlich als Tormanntrainer in der Red Bull Akademie tätig gewesen.
Die Bundesliga erklärte damals auf Nachfrage, dass es personell nicht möglich sei, bei den Trainings für Kontrollen einen Mitarbeiter vorbeizuschicken. Der Senat 5 der ÖFBL dürfte sich in weiterer Folge allerdings nicht mit der Causa beschäftigt haben.
Das sagt der FC Red Bull Salzburg
In der neuen Saison hätte sich der Fall wegen Walkes fehlender Lizenz womöglich wiederholen können. Deshalb fragte VICTAURI.at beim FC Red Bull Salzburg nach: Ist es richtig, dass Alexander Walke das Lizenzkriterium aktuell nicht erfüllt?
Der Klub hielt in seiner Antwort fest, dass Walke momentan die A-Lizenz erwirbt und erste Lehrgänge dazu bereits absolviert hat. Das entspreche den erforderlichen Kriterien. Auf Anfrage von VICTAURI.at bestätigt die ÖFBL, dass Walke formell für den A-Lizenz-Kurs angemeldet und regelkonform als Tormanntrainer des FC Red Bull Salzburg gemeldet ist. Ein „Schattenmann“ ist damit nicht nötig.
Wie die „Salzburger Nachrichten“ im Juni berichteten, ist Schartner übrigens wieder als Tormanntrainer in die Red Bull Akademie zurückgekehrt.
Lizenz-Zweifel um Tormanntrainer Alexander Walke?